Lass dich von den Geschichten zwischen Flügelschlägen in andere Welten tragen. Tauche ein, beobachte, was geschieht, und lass dich für ein paar Minuten aus der Wirklichkeit entführen. Meine Geschichten fangen nicht mit „Es war einmal …“ an. Sie erzählen, was eine Möwe beobachtet, wenn sie über uns hinweg ihre Kreise zieht.
Vom Wind getragen
Egal, wo auf dieser Welt ich mein Heim genannt habe – am von zwei Kontinenten umarmten Bosphorus, an der sonnengetränkten mediterranen Küste oder an den geschäftigen Meeresstraßen von Malakka – eines war immer da: das Wasser. Und mit dem Wasser die Möwe. Sie hat mich durch mein Leben begleitet und wurde mit der Zeit zu einer wichtigen Figur. Also bekam sie eine Rolle in meiner Homepage: Sie wurde meine Geschichtenerzählerin. Eine, die uns Menschen aus ihrer eigenen, kühlen und uneingeschränkten Perspektive beobachtet.
Eine Möwe ist frei wie der Wind. Sie kennt keine Grenzen, keine Verträge und keine menschlichen Dramen. Während wir Menschen rennen, verhandeln, kämpfen und uns an unseren eigenen Mustern wundreiben, zieht sie oben ihre Kreise. Sie sieht den Wind, bevor er uns trifft. Und manchmal auch die Geschichte, bevor wir merken, dass wir längst in ihr stecken.
Sterne bleiben Sterne
Die Ideen für meine Geschichten kommen aus dem Leben … Beim Analysieren der Charts erkenne ich markante Muster, woraus ich Märchen über Energien ausdenke, um diese Konstellation in eine Geschichte zu übersetzen. Aus Sternen werden Charaktere, aus Palästen werden Lebensräume, aus Energien entsteht eine Handlung. Und plötzlich gehen die Scheinwerfer an auf der Bühne. So wurde aus meiner Arbeit mit Energien eine Art Dramaturgie. Ich wurde zur Regisseurin – und blieb nicht mehr nur Lernende oder jemand, der den Chart deuten möchte. Und da ich alles entscheiden darf, bekam die Möwe ihren Platz dort, wo sie hingehört: oben auf der Tribüne.
Geschichten zwischen Flügelschlägen sollen leicht bleiben, dich für ein paar Minuten die Erwartungen der Welt vergessen lassen. Erlaube dir, dich für einen kurzen Moment wieder wie ein Kind zu fühlen: neugierig, zweckfrei, getragen von der Aufregung, was als Nächstes geschieht. Die technische Seite dahinter darf dabei ruhig verborgen bleiben. Du musst nichts verstehen, nichts lernen und schon gar nichts aus der Geschichte herausarbeiten. Sonst geht genau das verloren, was mir daran wichtig ist: die Magie, Energien einmal als Geschichte zu erleben. Lass dich einfach treiben.
„Es ist eine kleine Pause im Getriebe des Alltags – ein Innehalten, um dem eigenen System beim Atmen zuzuschauen.“
Wir haben es uns verdient …
Aktives Nichtstun
Ob du eine von meinen Geschichten zwischen Flügelschlägen liest, dir nur einen Tee oder Kaffee nimmst … nenne es, wie du willst. Hauptsache, du machst einmal nichts daraus und erlaubst dir, nichts zu tun. Wir haben uns daran gewöhnt, dass selbst Pausen irgendeinen Zweck erfüllen sollen. Ich halte dagegen: Nicht alles muss produktiv sein. Auch Maschinen brauchen Wartung. Und wir Menschen erst recht.
Dieser Zustand hat für mich eine eigene Bedeutung, die ich Zwischen.Dasein nenne: aktives Nichtstun. Die Welt darf für einen Moment weiterziehen, während du nur beobachtest. Auch dich selbst. Ohne einzugreifen. Ohne etwas daraus machen zu müssen. Und wenn ich mit einem meiner Märchen über Energien dich in diesen Zustand hineinführen kann, schätze ich mich sehr glücklich.
Denn im Zwischen.Dasein nehmen wir die Welt anders wahr, als wir es gewohnt sind. So ist dir vielleicht die Möwe schon begegnet. Und während ich noch darüber rede, sehe ich sie schon kommen – im Anflug. Gleich setzt sie sich auf die Kaimauer und fängt ihre Geschichte an mit:
„Gerade habe ich eine Frau beobachtet, die …“

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Zuletzt aktualisiert: August 2026
