Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit einem Themengebiet, das ich rationale Metaphysik nenne. Zugegeben, der Begriff ist nicht von mir. Schon 1987 wurde er in einem ganz anderen Zusammenhang verwendet. Wenn du gerade nach dem deutschen Philosophen und Mathematiker Wolfgang Cramer gesucht hast und dich die Suchmaschine versehentlich hierher geführt hat — sei trotzdem willkommen. Bleib eine Weile, geh ein Stück meines Wegs mit.

„Ich lade Dich ein, neue Wege mit mir zu entdecken – Wege für all jene, die den Mut aufbringen, eine Frage so lange offen zu lassen, bis sie ihre eigene Tiefe offenbart.“

Ich entdecke neue Wege! Nach diesem Motto hat mich chinesische Metaphysik vor einigen Jahren in den Bann gezogen — und daran orientiere ich mich mittlerweile auf einer Reise, die mich täglich aufs Neue überrascht. Manche würden das Schicksal nennen. Ich nenne es lieber ein Muster, das sich zeigt, wenn man nicht hinsieht. Es passiert einfach — meistens dann, wenn man gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt ist. So ist meine Story…

Zwischen Möbeln und Zweifeln

Ich war eigentlich nur dabei, Möbel zu rücken. Ein besseres Wohngefühl sollte es werden — mehr nicht. Irgendwie bin ich dabei dem Feng Shui begegnet, und dort bin ich eine Weile geblieben. Zugegeben, ich war zunächst ziemlich skeptisch — und genau deshalb umso interessierter.

Die Idee, dass unsere Umgebung eine Wirkung auf unser Befinden hat, ist ja entzückend. Nur: Es gibt weder wissenschaftliche Studien noch physikalische Regeln, die dieses Empfinden schwarz auf weiß belegen. Ein aufgeräumtes Haus, keine toten Pflanzen — das wirkt natürlich positiv auf unser Gemüt. Jedoch — das ist so was von Basic Level… Die Energielehre behauptet, dass wir zwischen absolutem Wohlstand und katastrophalen Zuständen unwissentlich in unserem Umfeld selber generieren würden. Sogar liefert sie die Berechnung UND das Gegenmittel mit Formeln.

Mein Ingenieurherz war zufrieden, einen Draht zu finden, weiter zu lernen, aber mit gezielter Strategie: wenn ich das Bestehen der Energien und ihre Wirkung auf uns beweisen will, dann muss ich mich mit Wissen bestens bewaffnen. Was soll ich sagen — das kann ich immer noch nicht. Lernen ist eine Sache… jahrelange Anwendung und angesammelte Erfahrung machen den Meister. Nichtsdestotrotz bin ich geblieben. Skepsis war für mich nie ein Ausstiegsgrund. Sie war der Grund, weiterzumachen. Gerade bin ich zufrieden in meiner Rolle als ewige Studentin…

Gefrorener Boden, fallende Blätter

Diese Begegnung mit der Energielehre folgte demselben Muster wie schon meine ersten Schritte im Feng Shui: keine geplante Wende, eher eine Nebentür, die aufging, während ich mit etwas völlig anderem beschäftigt war. Genau so, glaube ich, entstehen die wichtigsten Verschiebungen — nicht als Entscheidung, sondern als Nebeneffekt von etwas Alltäglichem.

Je tiefer ich in die Themenwelt eingestiegen bin, desto mehr habe ich gemerkt: Meine Wahrnehmung war immer mehr geprägt von Zyklen der Natur und mathematischen Mustern der Berechnung. Bei meinen Spaziergängen konnte ich den gefrorenen Boden mit Gui·Chou verbinden … oder die drückende sommerliche Schwere war Gui·Si.

Darüber hinaus habe ich angefangen, Verbindungen zu entdecken, wo sie keiner suchen würde. Das alljährliche Blättersammeln im Herbst war für mich keine Pflichtaufgabe mehr, sondern ein Strategiespiel — die Statistik zu berechnen, wohin die Blätter fallen würden. Wenn du bisher Texte von mir gelesen hast und dich gefragt hast, was ein Blumenstrauß mit Warten zu tun hat, oder wie ich von den Millennium-Problemen zu Klimafragen komme — solche Verbindungen sind die Impulse zu meinen Texten… anders könnte ich nicht erklären, warum ich schreibe, wie ich schreibe.

Wenn du etwas einmal weißt, kannst du es nicht wieder unwissen machen. Also finde ich Verbindungen zwischen alltäglichen Beobachtungen und den Gesetzen des Universums… nicht weil ich sie suche, sondern weil sie mir so Sinn geben. Ich war dabei, zunächst mein Haus neu zu ordnen — und die Muster fanden mich, nicht umgekehrt. Das Blättersammeln war quasi der Anfang. Danach kamen die Quadratur des Kreises und der Klimawandel, was Glauben mit Salz und Pfeffer zu tun hat, der Hochzeitsstrauß und das Warten. Jedes Mal dieselbe Bewegung: etwas Kleines, Alltägliches — und plötzlich ein ganz anderes Thema am anderen Ende der Brücke. Das ist keine Schreibtechnik. Das ist, wie mein Denken ungewöhnlich (auf den Kopf gestellt) funktioniert.

Die Brücke zwischen Alltag und rationaler Metaphysik

Zufällig beginnt es fast immer. Trotzdem folgt es einer Methode.

Ich suche nicht nach endgültigen Antworten, sondern nach Zusammenhängen, Mustern und Perspektiven, die neue Fragen entstehen lassen. Wissenschaft, Philosophie, Psychologie, Geschichte und chinesische Metaphysik stehen dabei nicht unvereinbar nebeneinander — sie treten miteinander in einen Dialog.

Gerade das erweiterte Wissen wie zum Beispiel die 5-Elemente-Lehre, die Trigramme sowie Astrologie hat diese Annäherung bestätigt: ich versuche, das Leben auf der energetischen Ebene zu erklären, indem ich mich bemühe, die Verbindungen wiederkehrenden Mustern zuzuordnen. Ich wende alte Weisheiten an, um zu erklären, worum es heute geht. Ich versuche, mit wissenschaftlichem Denken an nicht-physische Fragestellungen heranzugehen. Genau so ist meine rationale Metaphysik entstanden.

Kannst du meine Begeisterung verstehen? Ich habe meine Hausfrauenpflichten vernachlässigt… und mit Ende vierzig freiwillig die Schulbank gedrückt. Entweder lernte ich über die Energien um uns herum, oder ich schrieb über meine neuen Wahrnehmungen der Verbindungen. So ist stückweise diese Website entstanden. Ich schreibe über alltägliche Themen. Dahinter suche ich Muster, weitere Bedeutungen und den Bezug zu metaphysischen Systemen — nicht um sie zu beweisen, sondern um das scheinbar Unerklärbare mit den Werkzeugen zu betrachten, die mich geprägt haben.

Diese Brücken sind nicht bewusst gewählt. Sie entstehen natürlicherweise, aus einer Symbiose in meinem Denkraum — meiner eigenen Begriffswelt, die dir auf dieser Seite immer wieder begegnet. Vielleicht schreibe ich eines Tages, warum ich meinen Garten gerade akribisch neu gestalte, bis zur letzten Wurzel — und was das mit meinem Aktienportfolio zu tun hat. Ich weiß, das klingt verrückt und in keinster Weise miteinander verbunden. Aber warte ab: erst muss das Experiment gelingen, dann berichte ich selbstverständlich darüber.

Vernunft trifft Erstaunen

Hättest du gerade einen „Na, was war das denn?“-Moment? „Wie kann sie das überhaupt behaupten?“ Vielleicht kommt er später. Das Erkennen von Mustern bedeutet nicht automatisch, dass ein ursächlicher Zusammenhang besteht — wobei genau diese Scheinkorrelationen es sind, die uns zu weiteren Nachforschungen antreiben. Gleichzeitig bedeutet das Fehlen einer heutigen wissenschaftlichen Erklärung nicht, dass ein beobachtetes Phänomen unmöglich ist. Zwischen vorschneller Gewissheit und Ablehnung liegt der Raum, in dem Forschung, Neugier und Erkenntnis entstehen.

Zweifel, Kritik und die Bereitschaft, eigene Überzeugungen zu prüfen, gehören für mich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wissen. Ich will den gesunden Menschenverstand meiner Leserinnen antriggern — damit sie in unterschiedlichen Quellen forschen und sich eine eigene Meinung bilden. Ich verkünde keine Wahrheiten. Ich stelle Fragen und lasse sie stehen, manchmal länger als angenehm ist.

„Rationale Metaphysik kann weder starres Dogma noch Wohlfühl-Esoterik sein. Wie eine gedankliche Sonde liefert sie uns Beobachtungen, die sich als jahrtausendealte Muster erkennen lassen – jedoch stets vor der eigenen Lebenserfahrung und der Vernunft bestehen müssen.“

Wenn es meinen Texten gelingt, dich für einen Moment die eigene Sicht auf ein vertrautes Thema zu verändern — dich überhaupt einmal anders darüber nachdenken zu lassen — dann haben sie ihr Ziel erreicht. Dabei geht es selten um das Thema selbst — meistens um die Haltung, das Geschehen um uns anders wahrzunehmen. Wir sind ziemlich brav erzogen worden, „richtig“ zu denken. Aber was passiert, wenn wir den Beobachtungswinkel ändern, uns an unbewiesene, aber seit Jahrtausenden gepflegte Denkweisen orientieren? Vielleicht wird der Weg klarer. Vielleicht fällt der Groschen dann. Ich möchte dich in dieses Zwischen·Dasein bringen — dorthin, wo du weder glauben noch ablehnen kannst. Genau das ist der Bereich, in dem rationale Metaphysik lebt.

Word·Trading statt Vortrag

„Herz einer Künstlerin, Auge einer Ingenieurin“ — genau diese Doppelnatur beschreibt mich passend, wenn ich mich Wesens·Ingenieur nenne. Gerne zerlege ich Strukturen und setze sie neu zusammen, fürs Bessere… egal ob es um einen Raum, einen Chart, die Lebensumstände oder einen Satz geht. Unter anderem deshalb kommt das Schreiben mir nah…

Mein Denkraum ist ziemlich laut. Was ich hier schreibe, ist bestenfalls die Spitze eines Eisbergs — aber ist das nicht bei jedem so? Bewusst oder unbewusst, die Kontrolle liegt immer beim Individuum. Jedem ist es freigestellt, was er denkt. Aber wir können filtern, wie unser Denken unsere Worte und Handlungen formt — die wiederum unser Werkzeug sind, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten. Weil Gedanken Wirkung entfalten können, ist mir wichtig zu sagen, was sie nicht sein sollen.

Ich schreibe nicht, um zu belehren. Ich betreibe Word·Trading — Gedanken tauschen, nicht vortragen. Wenn dich etwas hier berührt hat, wenn du eine eigene Verbindung gefunden hast, die ich nicht gesehen habe … ich freue mich, davon zu hören. Der Weg zu mir ist offen.

Ich, Mi·ne Wirth, stehe mit meinem Namen für das, was hier steht. Auswahl, Einordnung und Verantwortung liegen bei mir — zu jedem Zeitpunkt. Diese Texte sind Denkanstöße, keine medizinische, psychologische, rechtliche oder finanzielle Beratung. Und ja: Künstliche Intelligenz hilft mir beim Ordnen, beim Recherchieren, manchmal beim Finden des richtigen Worts. Geschrieben wird trotzdem von mir.

Falls dir das alles noch zu abstrakt ist, habe ich etwas Konkreteres vorbereitet: Die Reise·durch·Gezeiten begleitet dich eine kurze Zeit lang täglich mit einem Impuls von mir — keine Werbung, kein Kurs, keine Verkaufsabsicht. Eine Einladung, dir die Zeit für ein bewusstes Innehalten zu gönnen. Oder kehre zurück zu deiner Kindheit und lese meine Geschichten·zwischen·Flügelschlägen, wo ich energetische Zusammenhänge als Märchen erzähle.

Ich entdecke neue Wege … kommst du mit?

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026