Treibgut und Fundstücke ist die Ecke von meiner Homepage wo ich mich so richtig austobe wie ein kleines Kind.
Nach unten schauen, statt nach Vorne!
Ich schau immer am Wegesrand. Oft liegen dort Fundstücke die einem anderen beim Vorbeilaufen entgehen. Ein Satz, über den ich stolpere und unbedingt noch einmal lese, eine Beobachtung in der Natur während meiner abendlichen Runden, die mich an den Folgetagen verfolgt, ein Podcast mit einem Wissenschaftler, der über neue Entdeckungen berichtet, die mich begeistern und zur weiteren Forschung verleiten… Ein Gespräch, ein Lied, ein Bild, eine Erinnerung…
Manches Treibgut wird mir direkt vor die Füße gespült. Ich hebe solche Dinge gerne auf. Mein Geist ähnelt sicher einem Abstellraum, den besser niemand aufräumt. Ich mag diese Unordnung, in der sich die Dinge intern über fuzzy logic miteinander verbinden. Alle meine Wahrnehmungen sind Rohstoffe meiner Texte. Ich schleife sie, kombiniere sie und setze sie in einen Rahmen, bis daraus ein Sinn hervorgeflüstert kommt. Ich möchte meine Leser dort treffen, wo sie gerade in ihrem Alltag stehen, und sie mit meinen Texten in eine andere Dimension mitnehmen – dorthin, wo sie vorher nicht erwartet hätten zu landen.
Driften ist das eigentliche Ziel.
So entstehen meine Texte… ohne Plan, ohne Pflicht… Ich lasse mich treiben. Selten weiß ich worüber ich genau schreiben werde. Ich kann mit einer Frage anfangen und bei einem völlig anderen Thema landen. Ein Gedanke hängt sich an einen anderen, eine Verbindung taucht auf, wo ich vorher keine erwartet habe, und schon hat sich die Richtung verändert. Ich folge solchen Abzweigungen ziemlich gerne. Sie führen mich manchmal zu etwas, das ich gesucht habe, obwohl ich vorher gar nicht wusste, dass ich danach suche.
„Ich schreibe. Du liest. Was dann passiert, kann keiner wissen.“
Meine Texte dürfen für Dich zu Fundstücken werden. Genau dieser Überraschungseffekt ist unbezahlbar. Ich mag die Vorstellung, dass etwas
seinen ursprünglichen Platz verlässt und an einem ganz anderen Ort plötzlich wieder auftaucht. Ein Gedanke hängt nach meinem Text noch ein
bisschen bei Dir herum. Eine Verbindung zu etwas, das Du selbst erlebt hast, wird plötzlich sichtbar. Vielleicht taucht dabei etwas so
Persönliches auf, dass Du es selbst nicht erwartet hast. Etwas, von dem Du vorher nicht einmal wusstest, dass Du es gesucht hast.
Das Labyrinth hinter meinen Gedanken
Meine Gedanken bewegen sich selten auf einer geraden Linie. Sie halten Inne, sie kehren zurück, sie formen Spiralen. Wenn du genau wissen möchtest, was hinter dieser Art zu schreiben steckt, wie ich Gedanken auseinandernehme, miteinander verbinde und daraus wieder etwas Neues zusammensetze, kannst du einen Abstecher in meinen Denkraum machen. Dort geht es weniger um einzelne Fundstücke und mehr um die Art, wie ich denke und worauf ich dabei immer wieder stoße.
Hier draußen darf es lockerer bleiben. Alles erlaubt, alles willkommen. Treibgut und Fundstücke ist kein ordentlich angelegter Garten. Ich hebe auf, was mir begegnet, kultiviere und nähre es je nach seinem Potenzial und lasse es wachsen. Was daraus wird, darf sich zwischen allem anderen seinen Platz suchen. Wenn Du handfeste Fakten suchst, wirst Du im Blog Metaphysik als Navigationshilfe fündig … aber ich warne Dich: Meine eigene Interpretation fließt immer mit ein.
Mein wahrer Schatz
Auch wenn Du es nicht glauben kannst: Hier ist mein echter Reichtumspalast. Die veröffentlichten Texte sind nur die Spitze des Eisbergs meines inneren Reichtums. Aus dem wilden Dschungel aller alltäglichen Erlebnisse und Empfindungen diejenigen herauszuholen, die bedeutsam sind, und sie in kraftvollen Verbindungen einzuweben, ist das, was mich motiviert weiterzuschreiben. Meine Hoffnung lasse ich dabei mit einfließen, dass sie von anderen genauso geachtet werden, wie ich sie selbst wertschätze.

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Zuletzt aktualisiert: August 2026
