Du hast gerade einen Raum betreten, in dem das Zwischen·Dasein herrscht. Hier will ich Dir zeigen, wo Du auf meiner Homepage gerade stehst. Alle erwarteten Such-Funktionen gibt es, sogar eine komplette Auflistung aller Seiten und Texte findest Du weiter unten. Jedoch ist mir wichtiger, Dich ins Zwischen·Dasein zu bringen, sodass Du den Wegweiser in Dir finden kannst, ohne dass Du Dich nach Hilfe umsehen musst.

Willkommen im Zwischen·Dasein

Ich kenne das Gefühl nur zu gut! Du musst eine Entscheidung treffen… sei es, wohin Du auf dieser Homepage schaust, oder in Deinem Leben das große Ding… Einerseits willst Du es hinter Dir bringen, aber andererseits hast Du Unsicherheiten, sogar Angst im Extremfall! Was, wenn es schiefgeht? Es ist sehr belastend, da zu sein: zwischen dem Wunsch nach Klarheit und der Qual der Wahl. Sich zu erzwingen zu entscheiden macht noch mehr Stress, weil Dein Mut noch nicht reif ist, oder weil die Information nicht ausreichend vorliegt… Du hängst einfach, wie eingefroren in der Zeit, unfähig, in einem Labyrinth ohne Ausgang, und die Belastung tut einfach psychisch weh!

Dieser Zustand ist menschlich. Als ich mein Hab und Gut abgebaut habe, musste ich wochenlang in einer Wolke von Unsicherheiten leben, so wurde dieser Zustand mein neues Normal. Ich habe aufgehört zu kämpfen und mich damit angefreundet, unfähig zu sein, zu entscheiden. Wunderbarerweise wurde ich viel produktiver, sobald die ständige Begleiterin meiner Erwartungen und der Zeitdruck verschwunden waren, und habe es sogar genossen, in den Tag hinein zu leben — ohne Plan, ohne Pflichtenheft, aber mit mehr Kreativität und Freude an dem, was ich mache. Diese Praxis wende ich seitdem an, wenn eine größere Aktion ansteht, die ich normalerweise vermeiden würde.

Neu ist das nicht. Wir alle kennen das Gefühl, sich einen Moment zu sammeln. Das beste deutsche Wort dafür ist wohl „Innehalten“ — in schwierigen Zeiten. Trotzdem ist es nicht genug… Ich bin zwischen zwei Phasen, vor einer gravierenden Entscheidung, einem Wechsel, einer Wandlung, und entgegen den Erwartungen bin ich nicht verloren, nicht aufgelöst in Gefühlen, sondern völlig bewusst der Lage, der Dringlichkeit und der Konsequenzen… Ich bin nur da und nehme die Lage wahr… Das ist eine eigene Kraft. Daraus hat sich das Zwischen·Dasein in meinem Lexikon etabliert. Ein Gefühl der Ruhe, des Vertrauens in meine Umgebung, in meine Fähigkeiten, in das Universum…

„Nirgends ist es leerer. Und doch sammelt sich manchmal genau dort das ganze Universum auf einer Nadelspitze.“

Ich glaube nicht, dass wir jede Unsicherheit sofort auflösen müssen. Manche Fragen werden erst interessant, wenn wir ihnen erlauben, eine Weile unbeantwortet zu bleiben… im Zwischen·Dasein. Wir erlauben ihnen, sich zu entfalten, indem wir unserer Wahrnehmung die Gelegenheit geben, unter die Oberfläche zu schauen.

Die Sprache dieser Reise

Der Punkt war der Anfang von allem… Ich habe ihn gezeichnet, ich habe darüber geschrieben, philosophiert, gerechnet und gelesen… Da ist viel mehr hinter dem Wort, wenn man sich in der Bedeutung gehen lässt… Punkt = Pause.

Mittlerweile verwende ich den Punkt nicht nur brav am Satzende, sondern er ist ein Teil meiner Welt geworden. Diese bewusst gesetzte Unterbrechung macht das Zwischen·Dasein erst möglich… Allein in meinen Namen Mi·ne habe ich ihn einfließen lassen. Zugegeben, er erfüllt zusätzlich die Funktion der besseren Aussprache.

Ich habe Dir am Anfang eine Orientierung versprochen… niemals ein Lexikon! Deshalb werde ich meine anderen Begriffe wie zum Beispiel Reise·durch·Gezeiten oder Word·Trading nur erwähnen, um Deine Neugier zu erwecken. Dazu kann ich weder Existenz·Matrix noch Alchemie·Refugium in ein bis zwei Sätzen erklären. Sie sind entstanden, weil ich meine Gedanken nicht mit einem gewöhnlichen Wort benennen konnte. Ich lade Dich ein, Dich weiter verleiten zu lassen, sodass Du die Bedeutung in meinen Texten selbst zu spüren bekommst.

„Eine Begriffswelt muss nicht gelernt werden. Sie erschließt sich Schritt für Schritt auf dem Weg.“

Weil ich mir Zeit lasse, über die unterschiedlichen Facetten eines Konzepts nachzudenken, ist diese Vorgehensweise in unbestimmten Etappen meine Art des Wirkens aus dem Atelier·auf·Reede. Je länger ich mich mit Mustern, Zusammenhängen und chinesischer Metaphysik beschäftigte, desto mehr entstand meine kleine Begriffswelt, die meine Art zu denken besser beschreiben konnte. Jeder dieser Begriffe öffnet eine eigene Tür. Manche führen zu persönlichen Geschichten. Andere zu Einladungen, philosophischen Gedanken, Modellen oder zu ganz praktischen Werkzeugen. Zusammen bilden sie keine Theorie, sondern eher eine Landschaft, durch die mein aktueller Weg führt — eine Landschaft, die ich Dir zum Betreten offenlege.

Wenn Dir etwas zunächst fremd erscheint, ist das völlig in Ordnung. Viele dieser Worte haben sich mir ebenfalls erst nach und nach erschlossen. Ich wünsche mir für Dich, dass Du ihnen einem nach dem anderen begegnest und für Dich entscheidest, welche Wirkung sie auf Dich haben… und wie Du gerade mit dem Punkt umgehst. Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einer Landkarte und einer Wanderung.

Entdecken statt suchen

Wenn Du mit einer konkreten Frage hierher gekommen bist, kannst Du die Suchfunktion verwenden. Du hast mal etwas gelesen und weißt nicht mehr, wie der Text hieß — passiert auf meiner Homepage öfter, als mir lieb ist. Finde zum Beispiel, was ich über Scheinkorrelationen oder Achtsamkeit geschrieben habe.

Oder Du bist einfach beim Stöbern hier gelandet und suchst eigentlich gar nichts. Finden ist meistens besser als Suchen! Für diese Momente gibt es das Roulette. Ein Klick genügt, und der Algorithmus entscheidet, welcher zufällige Text oder welche Seite Dir heute begegnet. Sei mutig, probier es aus!

Wenn wir an solchen „Spielen“ teilnehmen, sei es Karten ziehen oder Münzen werfen, empfinden wir, dass wir uns mit dem, was daraus kommt, identifizieren. Ich mag diesen Gedanken. Nicht, weil ich an Zufälle glaube oder nicht glaube. Sondern weil manche Begegnungen erst möglich werden, wenn wir für einen Augenblick aufhören, alles kontrollieren zu wollen.

Es gibt übrigens noch einen Ort auf dieser Website, der auf keiner Karte eingezeichnet ist, nicht gesucht und somit nicht gefunden werden kann. Das soll symbolisch die Besonderheit der zufälligen Begegnungen im Leben widerspiegeln. Falls Dein Weg Dich dahin führt, wirst Du ihn erkennen.

Fundstücke am Wegesrand

Ich sprach von Begegnungen, die unser Leben verändern… Für mich waren das nicht immer Menschen, sondern eine zufällig abgebogene Straße oder der versehentlich geklickte Link, ein schräg liegendes Buch in der Bibliothek… sie haben mich viel länger begleitet, meinen Denkraum geformt und weitere Analogien hervorgebracht, die mich so geprägt haben, wie ich heute bin.

Solche Begegnungen möchte ich hier festhalten – als kleine Wegmarken für alle, die selbst gerne Zusammenhänge entdecken. Nicht als Empfehlungsliste und schon gar nicht als Sammlung endgültiger Wahrheiten. Eher als Einladung, eigene Spuren weiterzuverfolgen. Vielleicht helfen sie Dir, Deinen Denkraum zu formen… oder erklären besser, wie ich denke.

Ein Beispiel ist der Dokumentarfilm „The Great Pyramid K“ von Regisseur Fehmi Krasniqi. Eigentlich interessieren mich weder Ägypten noch Dokumentarfilme besonders. Gerade deshalb hat mich dieser Film so sehr überrascht. Ich frage mich heute noch, warum ich dort geklickt habe und die vier Stunden ohne Unterbrechung bis in die Morgenstunden vor dem Bildschirm saß. Der Film stellt Fragen über unsere frühe Geschichte auf der Erde, die bis heute nachwirken. Nicht weil er Antworten liefert. Sondern weil er zeigt, wie stur wir manchmal tatsächlich denken, weil wir es einfach immer so getan haben…

Eine andere Spur führte mich zur Website no2do.com. „Nothing to do“… also nichts zu tun… Ziemlich provokativ, nicht wahr? Dies ist eine Webseite über das Lesen von Hexagrammen aus dem I Ging. Als ich auf der Webseite weiterlas und die dort vorgestellte daoistische Philosophie „Wu Wei“ kennenlernte, fand ich das erstmal interessant… Die Erinnerung und die Nachwirkung kamen Monate, sogar Jahre später, als ich mich in der Hölle des Entscheiden-Müssens befand, die ich oben beschrieben habe. Nichts erzwingen, nichts tun, Leere zulassen, Vertrauen entwickeln, sich dem Zustand erlauben… Das ist so etwas Starkes! Die Auswirkung auf meine Denkweise hat mir gefühlte Jahrzehnte an Lebenserfahrung geliefert… und vieles davon ist eingeflossen, als ich diese Webseite erstellt habe.

„Nichts tun ist manchmal stärker, als etwas tun zu müssen.“

Der Blick vom Kartentisch

Wer lieber das große Ganze sieht, bevor er sich auf einen einzelnen Pfad einlässt: hier ist die Karte. Alle meine Seiten, meine Blogs, drum herum… eine vollständige Übersicht über alles, was in diesem Zwischen·Dasein von meinem Universum existiert — für alle, die lieber navigieren als sich treiben lassen.

Auch das ist kein Widerspruch zu allem, was vorher stand. Manche Menschen beginnen ihre Reise mit voller Kontrolle… So war ich die meiste Zeit meines Lebens, teilweise behielt ich die Eigenschaft wahrscheinlich… Sonst wäre aus mir kein Controller geworden.

Andere Menschen haben eine einzige Frage am Anfang. Oder nicht mal das… nur das Gefühl. Die Künstler sind es meistens, und ihr Werk ist ihre Antwort auf ihre Frage. Ein Teil von uns ist immer in diesem Zwischen·Dasein. Wie viel Raum wir ihm geben und wie wir es füttern, damit es sich entfalten kann, macht uns zu dem, was wir sind, und lässt im Unbewussten unseren nächsten Schritt entscheiden. Welcher Weg heute Deiner ist, entscheidest nur Du.

Ich beschreibe schließlich meine Reise und den Weg, der vor mir liegt. Er kann sich wechseln, wenden und einfach erstmal für ein Zwischen·Dasein stehen. Möchtest Du eine Weile dabei sein und Dich treiben lassen? Ich schlage vor, Du entdeckst Treibgut & Fundstücke. Möchtest Du mehr darüber wissen, was für eine Verrückte hinter diesem Kosmos steckt: Entdecke den Wesens·Ingenieur. Oder Du bleibst noch einen Moment hier.

Konntest Du Deinen Wegweiser in Dir finden? Bist Du beim Lesen zu Deinem eigenen Zwischen·Dasein gedriftet und wieder zurückgekommen? Wenn ein Gedanke hier etwas in Dir ausgelöst hat: Halte ihn unbedingt fest… und… magst Du ihn mit mir teilen? Gerade diese Verbindung nenne ich eine Funken·Brücke — aus Deiner Nachricht entsteht vielleicht die notwendige Funke für einen meiner nächsten Texte. Außerdem kann sich eine wunderbare Freundschaft zwischen uns entwickeln. Ich freue mich darauf…

Ich entdecke neue Wege … kommst Du mit?

Zuletzt aktualisiert: August 2026