Metaphysik als Navigationshilfe setzt genau da an, wo bloßer Verstand an seine Grenzen stößt.
Eine Welt voller Gurus
Heutzutage ist es viel schwieriger geworden, ein glückliches Leben zu führen. Ohne Social Media war es einfacher, an sich selbst zu glauben. Neuerdings bekommen wir so viele Unvollkommenheiten vorgezeigt, natürlich mit einem begleitenden Angebot, weil dieser Guru, Coach oder Master mit seiner Methode Dir hilft, Dein Leben auf den richtigen Track zu bringen… und ausgerechnet komme ich jetzt mit einem anderen System und rede über Metaphysik als Navigationshilfe im Leben…
Ich musste mit dieser Ironie anfangen, meinen Metaphysik-Blog anzuwerben, weil ich sonst kaum Chancen sehe, ernst genommen zu werden. Bevor ich selber davon überzeugt war, hatte ich große Skepsis gegenüber Schicksalszeug und habe den Themenbereich komplett abgelehnt. Irgendwie bin ich doch hier gelandet, was keine schlechte Wendung für mich war.
Doch ein Wissenschaftler!
Allerdings nähere ich mich Metaphysik nicht über Glauben, sondern über Beobachtung, Annahmen, Systeme und die Frage, was sich daraus erkennen lässt. Wie ein Wissenschaftler prüfe ich, was sinnvoll ist, und identifiziere, wo Kultur und Tradition die Aussagen beeinflussen. Zum Beispiel sind die Gezeiten ein Beleg für einen physikalischen Einfluss des Mondes. Warum sollten wir Menschen also nicht davon betroffen sein (außer den Werwölfen wahrscheinlich!).
Die Idee, dass wir die Energie des Geburtsmoments in uns tragen, ist faszinierend. Dass dahinter weitere philosophische, theologische, sogar mittlerweile molekularbiologische Gedankengänge bestehen, lassen wir zunächst beiseite und wenden uns den chinesischen Metaphysik-Lehren zu. Die jahrtausendelangen Beobachtungen des Kosmos und der unmittelbaren Natur wurden mit Regeln in Systemen festgehalten und uns überliefert. Entsprechend kann das Wesen eines Menschen abgebildet und seine Beziehung mit seinem Umfeld wie auf einer Karte aufgezeichnet werden.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem einfachen Horoskop aus der Sonntagszeitung und der Anwendung von Metaphysik als Navigationshilfe im Leben. Wir reden hier nicht nur über eine umfangreiche Charakteranalyse, die Identifikation von Lebensfeldern mit Spannungsmustern und deutlichen Talentzeichen, sondern auch über die Identifikation der wichtigsten Phasen und Wendepunkte im Leben. Das ist aber nicht alles. Wenn ich chinesische Lehren sage, dann meine ich viele Systeme, die in sich schlüssig sind. Ich habe vor, manche hier vorzustellen und über andere wiederum im Detail zu schreiben.
Hier beschäftige ich mich mit der theoretischen Seite, aktiv bin ich aber vor allem mit der praktischen Anwendung – die ich mittlerweile Existenz·Matrix nenne, wegen der zeitlichen Dimension, die genauso die Vergangenheit und die Zukunft einschließt. Gerne möchte ich Dich ermutigen, Dich über dieses Tool zu informieren und es vielleicht als Testbenutzer auszuprobieren, sobald es verfügbar ist.
Aber kein Master
Nun, wer sagt, dass ich die Richtige bin, einen Metaphysik-Blog zu publizieren und über die Fachthemen zu schreiben… Sogar ich bezweifle, ob ich das Richtige tue, indem ich mein Wissen publiziere. Nämlich bin ich kein Master! Was ich mitbringe, ist mein kritisches Denken, das nicht alles akzeptiert, und das analytische Vorgehen einer Wesens·Ingenieurin, die zunächst umfangreich über ein Thema recherchiert, bevor sie sich traut, darüber zu schreiben.
Ich bin schließlich eine Lernende, die die chinesische Metaphysik so faszinierend findet, dass ich mich in der Rolle sehe, darüber zu berichten, weil ich kaum eine Website gefunden habe, die diese Informationen auf Deutsch zugänglich macht. Selbstverständlich bringe ich meine eigene Interpretation dazu, mit der Du nicht einverstanden sein darfst, wie mit allen anderen persönlichen Publikationen.
Das Paradox des Lernens
Dementsprechend darf das, was ich zeige, nur der Eintritt sein. Meine Texte haben keinen Anspruch, ein Lehrbuch zu sein. Sie behandeln meine Erfahrung, meine Sichtweise und meine Methode, Verbindungen darzustellen. Ich werde mit Sicherheit Teile bewusst oder unbewusst nicht berücksichtigen, ich werde Fehler machen … Erwarte nicht, hier die letzte Wahrheit zu erfahren, denn ich kenne sie auch nicht. Entsprechend erhoffe ich aufgeweckte Leser, die genau so begeistert sind wie ich und mich fordern, besser zu werden.
„Ich selber bleibe weiterhin eine ewige Studentin.“
Aber für Dich geht’s hier gleich zur Schule:

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Zuletzt aktualisiert: August 2026
