Eins Vorweg: Word·Trading hat nichts mit Wirtschaft zu tun. In der Betriebswirtschaft wird gelehrt, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Ich konnte mich viel mehr mit Aussagen wie „Erlebnisse sind unbezahlbar.“ und „Die wichtigsten Sachen im Leben kann man nicht kaufen.“ identifizieren. Trotzdem fasziniert mich das Handeln – und das Wandeln bis heute. Aber nicht mit Waren… sondern mit Gedanken… mit Hilfe von Worten. So entstand irgendwann der Begriff Word·Trading.
Als wäre ich eine Göttin…
Handel gibt es, seit es Menschen gibt… Kommunikation auch… Ich bewege mich mit Word·Trading seit einigen Jahren in der Schnittmenge
dieser Begriffe. Damals hatte das alles noch keinen Namen… Damals gab es nur Minerva… Ein Deckname in den sozialen Medien… eine
zweite Identität… an meinen Namen angelehnt, aber doch nicht dasselbe.
So veröffentlichte ich einzelne Texte ziemlich anonym, und bald hat sich die Idee mit dem Handeln von Wörtern zu einer Marke, „Minerva’s
Word Trading“, etabliert. Ich müsste sogar irgendwo noch ein Logo dafür haben. Fragt ihr, warum Minerva und nicht etwas anderes… weil Minerva als die Schutzgöttin der Handwerker und Kaufleute verehrt wird. Ich wollte mich mal wie eine Göttin fühlen!
Meine ersten Texte waren „Spuren im Sand“ und „Der Keinblatt-Tag“. Es waren mehr Selbstrechtfertigungen, warum ich überhaupt schreibe,
und kleine Beobachtungen. Noch weit entfernt von dem, was sich später als rationale Metaphysik etablieren und zu meinem heutigen
Denkraum werden sollte. Der Begriff war also früher da als die heutige Bedeutung. Er musste erst mit mir wachsen.
Heute würde ich Word·Trading so beschreiben: Ich tausche Gedanken – keine Wahrheiten. Ich gebe einen Gedanken weiter. Du gibst Deinen zurück. Wir beide haben uns ergänzt und weiterentwickelt… und gehen anders weiter, als wir zusammengekommen sind. Ist das so nicht göttlich?
Vielleicht machen wir das alle. Bewusst oder unbewusst. Wir nennen es nur unterschiedlich. Für mich heißt es Word·Trading.
Meine Küche ist offen.
Kommunikation gehört zum Menschsein. Selbst Menschen, die gern allein sind, stehen ständig im Austausch – durch Bücher, Gespräche, Filme
oder Gedanken anderer. Deshalb glaube ich, dass ein Gedanke selten am spannendsten ist, solange er nur im eigenen Kopf bleibt. Gedanken wollen geteilt werden. Genau dadurch entwickeln sie sich weiter. So wie das Leben sich immer weiter fortpflanzen möchte, um sein Überleben zu sichern, haben wir intuitiv den Drang, uns auszudrücken, und möchten verstanden werden.
Stell Dir vor, wir stehen gemeinsam in einer Küche und kochen mit Ideen als Zutaten. Manche kochen streng nach Rezept. Ich gehöre eher zu
denen, die in den Kühlschrank schauen und überlegen, was sich daraus machen lässt. Ich schaue auch gerne Kochsendungen oder blättere durch Hochglanz-Kochbücher in Buchhandlungen. Es ist eindeutig nicht effektiv genutzte Zeit… Mein innerer Controller würde jetzt vermutlich den Kopf schütteln. Ich empfinde es anders. Nicht weil ich jedes Gericht nachkochen möchte. Sondern weil manchmal eine einzige kleine Idee genügt.
Vielleicht ersetzt jemand Sahne durch Hafermilch. Für viele ist das nur eine Kleinigkeit. Für jemanden mit Laktoseintoleranz kann genau
diese Idee den Unterschied machen.
„Gedanken verlieren nichts, wenn man sie teilt. Oft gewinnen sie dabei erst ihren eigentlichen Wert.“
So sehe ich auch meine Texte. Vielleicht nimmst Du nur eine einzige Idee mit. Vielleicht kombinierst Du sie mit Deinen eigenen
Erfahrungen. Vielleicht entsteht daraus etwas völlig Neues. Und vielleicht profitiert irgendwann wieder jemand anderes davon.
Und jetzt stell Dir vor, Du kommst mit Deiner Idee, Deiner Frage wieder zu mir zurück… Teile mir Deine Ideen, Dein Rezept mit… Frage mich, wenn Du nicht weiterkommst. Fragen sind oft wertvoller als Antworten. Antworten enden. Gute Fragen öffnen neue Räume. Diese Denkweise ist die Grundlage dafür, wie ich meine Themen heute rund um die rationale Metaphysik angehe. In meinem Denkraum erzähle
ich mehr darüber, wenn Du die Brücke schlagen möchtest, worum es in meinen Texten geht.
Dass ich ausgerechnet von Brücken spreche, ist übrigens kein Zufall… Tatsächlich begleiten sie mein Denken schon viel länger als
Word·Trading, da beide im Grunde genommen derselben Philosophie verwandt sind.
Warum Brücken mich begleiten
Brücken verbinden. Nicht nur Orte. Auch Menschen. Kulturen. Gedanken. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass Brücken mein ganzes Leben begleiten.
Ich wurde zwischen zwei Kontinenten geboren, mein Leben verbrachte ich zwischen Orient und Okzident. Verschiedene Sprachen waren für mich der Mittel zum Zweck, um viel mehr Menschen erreichen zu können. Ich habe ihre unterschiedlichen Denkweisen kennenlernen und schätzen dürfen… Wahrscheinlich bin ich genau deshalb selbst ein Stück Brücke geworden… dafür bin ich dankbar!
Die Bosporus-Brücke ist deshalb weit mehr als ein Bauwerk für mich… Sie ist ein Sinnbild für das, was mein Wesen geformt hat. Heute lebe ich die meiste Zeit in Südostasien. Auch dort gibt es eine Brücke, die mich tief berührt hat. Nicht wegen ihrer Architektur. Sondern wegen des Gefühls, das sie in mir ausgelöst hat. Symbolisch bin ich immer noch auf dieser Brücke, in der Vorstellung, überall verbunden zu sein und zugleich mehr bei mir als je zuvor.
Meiner Meinung nach liegt zwischen zwei Seiten mehr als nur Entfernung. Dazwischen entsteht Zwischen·Dasein, nicht nur die Verbindung. Das ist die Magie der Leere und das Ganze zugleich.
Funken·Brücke
… und jede Verbindung beginnt erstaunlich klein. Ein erstes Hallo. Eine Nachricht. Ein Kommentar. Eine Frage.
Genau solche Begegnungen wünsche ich mir, um meine Brücken zu bauen. Ohne Erwartung, sondern nur, weil es sich richtig anfühlt. Es ist dieses Kitzeln, der Drang in uns, der zur Aktion bewegt… dieses kaum erklärbare Kribbeln, der Funken… Wenn Du Dich so fühlst, dann kennst Du, was ich meine.
Indem ich meine Webseite angelegt habe und Du hier angekommen bist, ist der Grundstein der Funken·Brücke bereits gelegt.
Du hast die Möglichkeit, diesen ersten Funken zu entzünden, wenn Deine Gedanken und Gefühle sich selbstständig machen wollen.
Vielleicht entsteht aus Deiner Nachricht einer meiner ungewöhnlichsten Gedanken für einen meiner nächsten Texte. Vielleicht entwickelt sich daraus ein längeres Gespräch. Vielleicht bleibt es bei einem kurzen Austausch. Alles davon ist willkommen.
„Zwischen zwei Menschen liegen manchmal nur wenige Worte – und doch entsteht daraus eine ganze Brücke.“
Lass uns begegnen: Hoch lebe Word·Trading!
Wer weiß, wo auf der Welt ich gerade bin, während Du diese Zeilen liest. Ich hoffe, Du hast nicht nach mir gesucht, sondern diese Seite einfach entdeckt und bleibst eine Weile auf meinem Weg als Gefährte… mit oder ohne, dass ich davon weiß. Du entscheidest, wie weit Du Dich auf mein Word·Trading einlassen möchtest.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten, diesen ersten Funken zu entzünden, wo unsere Gedanken sich noch begegnen können:
Substack
Ich verschicke keine Newsletter. Wenn Du meiner Substack-Seite (kostenlos) folgst, bekommst Du eine Nachricht, sobald ein neuer Text, ein Buch oder eine andere Veröffentlichung erscheint. Auch dort können Gedanken weitergedacht werden.
Social Media
Meine sozialen Kanäle befinden sich gerade selbst im Wandel. Nach und nach ziehen auch sie in ihre neue Heimat um.
Ko-fi
Viele meiner Texte bleiben frei zugänglich. Hier findest Du nach und nach ältere Texte, Essays, kleine Handbücher sowie andere Projekte. Und wenn einer meiner Texte Dir etwas gegeben hat – einen Gedanken, eine neue Perspektive oder einfach ein kleines Zwischen·Dasein – freue ich mich auf ein Zeichen Deiner Wertschätzung.

Das Schöne an der Zukunft ist, dass wir sie nicht vorhersagen können… Sie bleibt ein Mysterium. Und genau darin liegt ihre Hoffnung. Aus dieser Perspektive gesehen wirst Du mir vielleicht einen Funken schicken… oder nicht. Das entscheidest Du. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich Dich bereits erreicht habe. Das war schon unsere erste Begegnung. Schön wäre es, wenn wir uns bald wieder treffen… vielleicht auf einer Brücke…
Ich entdecke neue Wege… kommst Du mit?
Zuletzt aktualisiert: August 2026
